Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Antworten auf häufige rechtliche Fragen
Rechtliche Fragestellungen begegnen uns oft unerwartet, aber dennoch immer wieder und in allen lebenslagen. Sei es nach einem Verkehrsunfall, bei Problemen am Arbeitsplatz, im Familienrecht oder im Zusammenhang mit einem Erbfall, die Streitigkeiten können sehr vielfältig sein. Auf dieser Seite finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen aus verschiedenen Rechtsgebieten.
Bitte beachten Sie, dass die folgenden Informationen eine individuelle Rechtsberatung nicht ersetzen können. Jeder Fall ist anders und sollte anhand seiner konkreten Umstände geprüft werden. Gerne stehen wir Ihnen für eine persönliche Beratung zur Verfügung.
Grundsätzlich empfiehlt es sich, rechtlichen Rat einzuholen, sobald Sie unsicher sind, welche Rechte oder Pflichten Sie haben. Je früher eine anwaltliche Beratung erfolgt, desto besser lassen sich Fehler vermeiden und Ansprüche sichern. Besonders bei Fristen, Verträgen, Kündigungen oder gerichtlichen Verfahren sollten Sie nicht zu lange warten.
Nicht in jedem Verfahren besteht Anwaltszwang. In vielen Fällen können Sie sich selbst vertreten. Dennoch ist anwaltliche Unterstützung häufig sinnvoll, da rechtliche Verfahren komplex sein können und Fehler schwerwiegende Folgen haben können.
Eine Kündigung ist nicht immer wirksam. Ob die Kündigung rechtmäßig ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab, beispielsweise von der Betriebsgröße, der Dauer des Arbeitsverhältnisses und dem Kündigungsgrund. Wichtig: Gegen eine Kündigung muss häufig innerhalb von drei Wochen vorgegangen werden.
Liegt kein Testament vor, greift die gesetzliche Erbfolge. Dabei werden Ehepartner, Kinder und weitere Verwandte nach gesetzlichen Regelungen berücksichtigt. Die tatsächliche Verteilung des Nachlasses entspricht jedoch nicht immer den Vorstellungen des Verstorbenen.
In den meisten Fällen bleibt das gemeinsame Sorgerecht auch nach einer Trennung bestehen. Entscheidungen über das Kind sollen weiterhin gemeinsam getroffen werden. Das Familiengericht greift in der Regel nur ein, wenn das Kindeswohl gefährdet ist oder erhebliche Konflikte bestehen.
Wenn Sie einen Bußgeldbescheid erhalten, müssen Sie schnell handeln: Die Einspruchsfrist beträgt genau zwei Wochen (14 Tage) ab Zustellung. Bewahren Sie den gelben Umschlag mit dem Poststempel auf, da dieses Datum den Fristbeginn markiert. Zahlen Sie zunächst nicht, wenn Sie den Bescheid anfechten wollen.
Nein, ein Vermieter kann den Mietvertrag nicht „einfach so“ kündigen. In Deutschland genießen Mieter einen starken Kündigungsschutz. Eine Kündigung ist nur wirksam, wenn ein gesetzlich anerkannter Grund vorliegt und zwingende Formvorschriften eingehalten werden.
Die Nebenklage ist ein Rechtsinstitut, das es Opfern von schweren Straftaten (z.B. Sexualdelikte, Körperverletzung, versuchter Mord) ermöglicht, sich aktiv als Verfahrensbeteiligte dem Strafprozess anzuschließen. Ohne sie hätten Betroffene lediglich die passive Rolle eines Zeugen.
Kindesunterhalt muss jeden Monat im Voraus in voller Höhe gezahlt werden. Er muss also spätestens am ersten Werktag des Monats auf dem Konto des Empfängers eingehen, da dem Kind die Mittel ab Monatsbeginn zur Verfügung stehen müssen. Der Unterhalt ist an den betreuenden Elternteil zu zahlen. Er wird grundsätzlich bis zur Volljährigkeit (18. Geburtstag) des Kindes geschuldet.
Anwaltsgebühren richten sich in Deutschland in erster Linie nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) und dem Gegenstands- oder Streitwert (dem finanziellen Wert der Angelegenheit). Alternativ können Anwalt und Mandant eine individuelle Vergütungsvereinbarung (z. B. einen Stundensatz oder Pauschalpreis) treffen.
Typische Fragen an einen Anwalt drehen sich meist um die Erfolgschancen eines Falls, konkrete Fristen und die Kosten der Rechtsberatung. Bei einem ersten Beratungsgespräch geht es in der Regel darum, ob Ansprüche bestehen und wie das weitere Vorgehen aussieht.
Die Kosten hängen vom jeweiligen Anliegen und Umfang der Beratung ab. In vielen Fällen kann bereits ein erstes Gespräch Klarheit über die rechtliche Situation schaffen. Vor Beginn einer Mandatierung informieren wir Sie transparent über die voraussichtlich entstehenden Kosten.
Sichern Sie zunächst die Unfallstelle und leisten Sie gegebenenfalls Erste Hilfe. Dokumentieren Sie den Unfall möglichst umfassend durch Fotos, Zeugendaten und einen Unfallbericht. Anschließend sollten Sie Ihre Ansprüche frühzeitig prüfen lassen, um Nachteile gegenüber Versicherungen zu vermeiden.
Nein. Eine Unterschrift ist grundsätzlich nicht erforderlich. Oft dient sie lediglich als Empfangsbestätigung. Bevor Sie eine Abmahnung unterschreiben oder darauf reagieren, sollten Sie prüfen lassen, ob diese rechtlich überhaupt gerechtfertigt ist.
Ja. Wenn Sie eine Erbschaft nicht antreten möchten – beispielsweise weil Schulden vorhanden sind – können Sie das Erbe ausschlagen. Hierfür gelten jedoch kurze gesetzliche Fristen. Deshalb sollte schnell geprüft werden, welche Vermögenswerte und Verpflichtungen zum Nachlass gehören.
Ja. Viele Streitigkeiten lassen sich bereits durch Verhandlungen oder anwaltliche Schreiben klären. Ein Gerichtsverfahren ist oft erst dann erforderlich, wenn keine außergerichtliche Einigung erzielt werden kann. Ziel sollte stets sein, eine wirtschaftlich und rechtlich sinnvolle Lösung zu finden.
Bewahren Sie Ruhe. Als Beschuldigter müssen Sie den Bogen nicht ausfüllen oder zurücksenden, sondern nur Ihre Personalien prüfen und korrigieren. Machen Sie keine Angaben zur Sache und nutzen Sie stattdessen Ihr gesetzliches Schweigerecht. Kontaktieren Sie einen Anwalt, um Akteneinsicht anzufordern.
Nein. In vielen Fällen ist ein Anwalt aber dringend angeraten, um sich nicht selbst zu belasten. Eine gesetzliche Pflicht (notwendige Verteidigung) besteht vor Gericht immer dann, wenn schwere Vorwürfe vorliegen (z.B. bei drohender Haftstrafe, Verbrechen). Machen Sie bei einer Vorladung vorab keine Aussage und schweigen Sie.
Ein Adhäsionsantrag ist ein Antrag des Opfers einer Straftat, mit dem zivilrechtliche Ansprüche wie Schadensersatz oder Schmerzensgeld direkt im laufenden Strafverfahren gegen den Beschuldigten geltend gemacht werden. Dadurch entpuppt sich der eigentliche Zivilprozess als überflüssig, wodurch Zeit, Kosten und eine erneute Aussage vor Gericht eingespart werden.
Ehegattenunterhalt wird in zwei Formen gezahlt: als Trennungsunterhalt (während der Trennung bis zur Scheidung) und als nachehelicher Unterhalt (nach der rechtskräftigen Scheidung). Der Anspruch hängt stets davon ab, ob ein Partner bedürftig ist und der andere über ausreichend Einkommen verfügt.
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Jeder Fall ist individuell. Wenn Sie auf Ihre Frage keine passende Antwort gefunden haben oder eine persönliche Einschätzung wünschen, stehen Ihnen die Dorstener Anwälte gerne zur Verfügung.
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